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CDU Niederzissen und der Bausenberg Drucken
cdu_bausenberg_gr.jpgFortsetzung der erfolgreichen Informationen des Ortsverbandes

Niederzissen. Unter dem Motto „Zaun und Ziegen, Gleitschirme und Martinsfeuer“ folgte jetzt eine stattliche Anzahl wissbegieriger Bürgerinnen und Bürgern Niederzis-sens und der nahen Umgebung der Einladung des CDU-Ortsverband Niederzissen zur Informationswanderung über den Zissener Hausberg. Nach einer Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden Richard Keuler mit dem Hintergrund, die andauernde Diskussion zu versachlichen, berichtete Experte Walter Müller zunächst über die Historie des Naturschutzes am Bausenberg. Er erinnerte an die negativen Entwicklungen im Rahmen der Flurbereinigung in den 70-er und 80-er Jahren, sowie die „Wiederentdeckung“ des Kleinods vor ein paar Jahren mit den jüngsten, viel diskutierten neuen und den heutigen Zielsetzungen des Natur- und Landschaftsschutzes entsprechenden Maßnahmen. So besitzen die Entbuschung und Entfernung von Gehölzen, die für das xerotherme, d.h. trockenwarme Kleinklima schädlich sind, höchste Priorität.

Heute übernehmen Ziegen diese wertvolle Aufgabe. Sie fressen alles, was nicht standortgerecht ist, als wären sie dafür dressiert. Wie bestellt, zeigten die Ziegen den staunenden Besuchern, was sie können. Damit sie nicht das für sie bestimmte Areal am Südhang des Berges verlassen, wurde durch das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel Mayen ein Gebiet von vier Hektar Größe mit einem durch Solarstrom betriebenen Zaun eingefriedet. Dass die sich selbst verschließenden Tore für die Besucher des Bausenberges kein Hindernis sind, stellten einige der Teilnehmer der Exkursion mit ihren Kinderwagen eindeutig unter Beweis.
Durch die andauernde Diskussion im Ort um das Martinsfeuer ausgelöst, wurde auch die Stelle besichtigt, an der das Martinsfeuer aufgebaut und abgebrannt wird. Drei Jugendliche, unter ihnen Sebastian und Johannes Jeub, beteiligten sich an der Diskussion vor Ort. Sie werden in diesem Jahr darauf achten, dass nur noch bereits abgeschlagene Äste, abgängige und unter Anleitung des Försters gezielt gefällte Gehölze vom Bausenberg selbst zum Aufbau des Martinsfeuers genutzt werden. Dies dient der Bewirtschaftung des Gemeindewaldes und beendet das wilde Abkippen von Holzabfällen jeglicher Art rund um die Feuerstelle.
Positiv für den Naturschutz ist auch das Wirken der Gleitschirmflieger im Bereich des Sendemastes am Kraterrand. Wie der in Niederzissen wohnende Vertreter des Vereins, Bernhard Schöning, berichtete, frönen er und seine Freunde nicht nur ihrem Hobby, sondern sie halten auch die gesamte Fläche frei, damit sich der typische und für den Naturhaushalt wertvolle Trockenrasen entwickeln kann und nicht durch eine Verbuschung vernichtet wird. So verbinden sich dort Freizeitvergnügen und Naturschutz auf vorbildliche Weise. Als Anschauungsmaterial für ihr Hobby hatte er einen Gleitschirm mitgebracht, den er allerdings wegen des widrigen Wetters nicht im Flug demonstrieren konnte.

Nach fast dreistündiger ausführlicher Informationen endete der interessante Nachmittag auf Einladung des CDU-Ortsvorsitzenden und Ortsbürgermeisterkandidaten Richard Keuler bei Kaffee und Kuchen und dem Versprechen, die seit einigen Jahren laufende und schon fast traditionelle Informationsreihe des CDU-Ortsverbandes zu aktuellen Fragen und interessanten Zielen in und um Niederzissen und Rodder fort-zusetzen.

 
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